Mittwoch, 16. Juli 2014

In den letzten Jahren war es nicht so einfach auf dem Weg zu bleiben den ich mir selbst gesucht hatte. Erwartungen wollten erfüllt werden und das ging mir schon immer gegen den Strich.
Aufgrund einer sehr haltbaren Prüfungsangst (man sollte meinen irgendwann lässt es nach) ließ mich mein Hirn des öfteren im Stich und mit jeder einzelnen Situation in der etwas schief ging, wurde es schlimmer.

Bis ich mir Hilfe suchte.

Dazu habe ich lange gebraucht. Erst möchte man sich nicht eingestehen, dass es wirklich nötig ist. Tatsächlich wird einem Menschen ein Leben lang suggeriert, dass man möglichst nicht irgendwo Hilfe suchen sollte. Vor allem wenn es sich um psychologische Hilfe handelt.
Vor ein paar Jahren besuchte ich ein Seminar über Prüfungsangst. Ich glaube der genaue Titel war "Pfüungsangst besiegen", aber ganz sicher bin ich mir nicht. Das war der Auslöser. Aus dem Ausland, einem recht schulischen System an einer Uni kommend, wurde ich hier an einer Uni in Hannover angenommen und musste ins kalte Wasser springen. Prüfungen ohne in Praktika oder Vorlesung gewesen zu sein. Das war mein mentales Ende.
Innerlich brach ich zusammen. Nach außen hin war ich immer noch vergnügt. Nur keine Schwäche zeigen.
In besagtem Seminar brach der Damm. Ich konnte gar nicht erzählen was los war, als ich schon vollkommen aufgelöst war. Die Leiterin nahm mich später zur Seite und riet mir, dass ich zur psychologischen Beratung gehen sollte.
Gesagt getan.
Und schon in der ersten Stunde, die ich noch sehr skeptisch besuchte, wurde mir bewusst, dass nicht unbedingt die Prüfungen an sich mein großes Problem sind, sondern die Erwartungen dahinter.

Muss man sich dafür schämen?


Diese Bild wählte ich als ich in dem Seminar eines aussuchen sollte was zu meiner Situation passt. Das fliegen war mir unmöglich.
(Gefunden auf http://www.wattenrat.de)

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