Samstag, 30. August 2014

Ein kurzer Bericht darüber wie sich auch nach einigermaßen verstandener und langsam kontrollierbarer Prüfungsangst noch Dinge auswirken können.

Es ist wieder Zeit sich rück zu melden. Also habe ich das getan. Heute mache ich den Briefkasten auf und was sehe ich?

Ein Brief mit dem Stempel der Uni. Dick.

Herz macht einen Satz. Puls geht hoch. Mir wird kalt. Ich werde blass. Erster Gedanke: Prüfungsbrief!! Oh Gott! Du musst wieder in eine Prüfung!

Tief Luft holen. Überlegen.

Du hast dich rück gemeldet. Aber ich mag den Brief nicht auf machen. Selbst getreten, damit ich mich nicht vor mir lächerlich mache. Ich muss dann doch lachen als ich den Brief aufmache, weil es tatsächlich die Unterlagen von der Rückmeldung sind.

Oh man... ich könnte mir so viel Stress ersparen wenn ich einfach keine Prüfungsangst hätte (sagt meine Mutter). Ja damit hat sie recht.

Aber leider kann man das nicht einfach so abstreifen wie einen Handschuh. Es begleitet einen wie ein treuer Freund. Ein Freund auf den man auch verzichten könnte.

Aber eindrücke bleiben...besonders die, die Angst machen.

"Mut ist der Preis, 
den das Leben verlangt, 
wenn es Frieden mit dir schließen soll." 

Donnerstag, 28. August 2014

So nach einem kleinen Urlaub in der Heimat und am Strand komme ich halbwegs ausgeruht wieder in den normalen chaotischen Alltag. Sonntag angekommen Montag, Dienstag und Mittwoch eigentlich nur unterwegs gewesen um viele Dinge zu regeln (Hotlines sollten versenkt werden!!). 

Ich ärgere mich, dass ich es nicht geschafft habe mein Lernpensum zu bewältigen.
Ich ärgere mich, dass ich die letzte Woche keinen Sport gemacht habe. 
Eine tolle Infektion lässt mich Antibiotika nehmen und meine Migräne hat sich auch wieder blicken lassen *hach ja*. 

Ok, es gibt auch positives :D 
Meine vierpfötigen Begleiter sind gut drauf, lustig unterwegs. 
Es gibt neue Möbel in meiner Wohnung.
Meine Beziehung ist weiterhin (auch wenn ich hin und wieder mal "zicken" muss) entspannt. 
Am Wochenende kommt endlich das HTS Seminar auf dass ich mich schon seit Februar freue!

Was ich mir vornehme: Mehr lernen! 
Ich könnte mir schon wieder selbst in den Hintern beißen, dass ich bis dato wieder nicht gescheit vorangekommen bin *seufz*
Nachts wache ich hin und wieder auf und habe Panikanfälle. Warum? Keine Ahnung. So richtig "durch" ist die Prüfungsangstgeschichte immer noch nicht.

Ich bin tatsächlich froh über jede Seite die ich lerne. Und über jede Prüfung die mich nicht wieder in den psychischen Ruin treibt. Und vor allem über jeden Prüfungstermin den ich WAHR genommen habe. Ob bestanden oder nicht.
Jede Prüfung die ich bestehe gibt mir Mut, dass meine ganzen Anstrengungen nicht sonst waren. Ich möchte nicht aufgeben. Ich möchte mein selbst ausgesuchtes Studium durchziehen! Und sei es nur um anderen zu zeigen, dass ich es kann! Und dass ich durchgekommen bin! 

Und in erster Linie: ICH will es schaffen! 

So ;) Jetzt gehe ich an den Schreibtisch, klappe Facebook, Blogger und alles andere zu und mache mich an die 5 Lektion.

Ich muss dran denken wieder etwas achtsamer zu sein und besser auf mich aufpassen! 


"Große Leidenschaften sind wie Naturkräfte. Ob sie nutzen oder schaden, hängt nur von der Richtung ab, die sie nehmen." - Ludwig Hörne

Dienstag, 12. August 2014


Lernen ist eindeutig etwas mit dem man NIEMALS fertig wird.
Das schwerste für mich: ANFANGEN!
In Großbuchstaben.

Jetzt sind es noch etwa 6 1/2 Wochen bis zur Prüfung. Ich bin auf "Heimaturlaub" und hier ist alles andere so schön weit weg. Verrückt, dass ich das selbst weiß, aber die Ablenkungen nimmt man doch gerne in kauf, wenn man dann nur nicht die Nase in die Bücher stecken muss.

Ziemlich dumm, oder? Finde ich auch.
Gesten habe ich mein gestecktes Ziel erreicht. Heute kam ein Einkauf dazwischen und ein privates Telefongespräch bei dem ich meine Oma zu beruhigen suchte, deren Tv nicht mehr so wollte wie sie. *seufz*
Und jetzt hocke ich vor meinen zwei Kapiteln, die ich lernen wollte, damit ich nachher noch eine Stunde für mein Sportprgramm habe und sinniere über mein zuckendes Augenlid.

Das Zucken kommt eindeutig von meinem "Inneren Stress". "Ja, ja", wird manch Einer denken, "Innerer Stress, die hat doch nen Knall! Studenten und Stress! Pff!"
Aber ernsthaft. Seit ich hier bin, das sind immerhin 4 Tage jetzt, schlafe ich zwar viel aber sehr schlecht. Ich träume von verrückten jagten nach Büchern oder Stiften oder von vergessenen Wörtern. Außerdem könnte ich 24 Stunden lang vor einem Satz sitzen, ihn lesen und doch nicht verstehen.
Und dann immer die Frage "Tust du genug"?

Ja, nein, vielleicht, wahrscheinlich.

6 1/2 Wochen vor der Prüfung schon schlecht schlafen... Das ist nicht gut.

Aufgabe: Ändere das! Wie? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Sport, unterwegs sein als Ausgleich und lernen.

Dies hier brauchte mich heute zum lächeln. Wie sehr es doch stimmt ;)



Freitag, 1. August 2014

Es tut wirklich gut mal auf zu räumen. Auch in Wohnung oder Haus. Gerade macht es wirklich Spass zu entrümpeln. Gut, viel ist nicht in die Tonne geflogen. Aber aufräumen hilft die Gedanken zu klären.

Zwischenmenschlich laufen viele Freundschaften besser. Andere verändern sich. Im Großen und Ganzen bin ich ganz entspannt. Ich versuche mich nicht zu sehr auf zu regen und sehe mir das ganze lieber von "außen" an. Ich versuche mir vor zu stellen wie ich als stiller Beobachter einfach daneben stehe und mich niemand sieht. 
Das kann ganz hilfreich sein um Objektiv zu werden. Oder um sich die Zeit zu vertreiben ;)

Meine verbeinigen Begleiter sind momentan wirklich gut drauf. Wir unternehmen viel und genießen das schöne Wetter.

Für mich fangen morgen 15 Wochen Cardio Training bei Freeletics an. 15 Wochen Qual :D Aber selbst gewählt. Ich bin gespannt und werde mein Bestes tun um durch zu halten. 



Dienstag, 29. Juli 2014

Gerade läuft wieder alles so wie man es sagt: "Leben ist das, was passiert während du andere Pläne machst."

Gestern hatte ich ein Gespräch mit einer lieben Freundin. Sie hat erzählt, dass sie gerade aufarbeitet was so in den letzten Jahren war. Das hat mich wieder ein wenig daran erinnert, dass ich mehr schreiben wollte und mehr erleben. Und, dass ich achtsamer sein wollte.

Ich möchte mir jede Woche etwas vornehmen. Etwas sinnvolles. Diese Woche wird es allerdings wohl eher wiedermal aufräumen sein.

"Wenn die Achtsamkeit etwas Schönes berührt, offenbart sie dessen Schönheit. Wenn sie etwas Schmerzvolles berührt, wandelt sie es um und heilt es."
- Thich Nhat Hanh

Bald kommen wieder Prüfungen. Heute Nacht habe ich wieder ziemlich seltsames Zeug geträumt und ich glaube ich habe die halbe Nacht nicht geschlafen. Das sagt mir, dass mich innerlich etwas beschäftigt. Vielleicht unternehme ich am Wochenende etwas schönes für mich. Vielleicht gehe ich wandern.

Ich weiß es ist etwas esoterisch, aber ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass es manchmal nutzt über Dinge nach zu denken die man vielleicht nicht gleich versteht.
Tageskarte: Acht der Münzen- Einsicht- Arbeite weiter an Deinem begonnen Werk- Schritt für Schritt kommst Du weiter.  Die Acht der Münzen möchte uns motivieren, unsere begonnene Arbeit zu vollenden- unser Ziel, unsere Entwicklung oder Verwirklichung einer Idee. Der Himmel - die Gedanken- sollten dabei klar sein - wir sind auf dem richtigen Weg.
Es ist das Element Erde, das uns Bodenständigkeit, Vernunft und solide Werte schenkt. Aber ohne Fleiß kein Preis.
Stecke realistische Ziele.

In dem Sinne eine schöne Woche :)


Mittwoch, 16. Juli 2014

In den letzten Jahren war es nicht so einfach auf dem Weg zu bleiben den ich mir selbst gesucht hatte. Erwartungen wollten erfüllt werden und das ging mir schon immer gegen den Strich.
Aufgrund einer sehr haltbaren Prüfungsangst (man sollte meinen irgendwann lässt es nach) ließ mich mein Hirn des öfteren im Stich und mit jeder einzelnen Situation in der etwas schief ging, wurde es schlimmer.

Bis ich mir Hilfe suchte.

Dazu habe ich lange gebraucht. Erst möchte man sich nicht eingestehen, dass es wirklich nötig ist. Tatsächlich wird einem Menschen ein Leben lang suggeriert, dass man möglichst nicht irgendwo Hilfe suchen sollte. Vor allem wenn es sich um psychologische Hilfe handelt.
Vor ein paar Jahren besuchte ich ein Seminar über Prüfungsangst. Ich glaube der genaue Titel war "Pfüungsangst besiegen", aber ganz sicher bin ich mir nicht. Das war der Auslöser. Aus dem Ausland, einem recht schulischen System an einer Uni kommend, wurde ich hier an einer Uni in Hannover angenommen und musste ins kalte Wasser springen. Prüfungen ohne in Praktika oder Vorlesung gewesen zu sein. Das war mein mentales Ende.
Innerlich brach ich zusammen. Nach außen hin war ich immer noch vergnügt. Nur keine Schwäche zeigen.
In besagtem Seminar brach der Damm. Ich konnte gar nicht erzählen was los war, als ich schon vollkommen aufgelöst war. Die Leiterin nahm mich später zur Seite und riet mir, dass ich zur psychologischen Beratung gehen sollte.
Gesagt getan.
Und schon in der ersten Stunde, die ich noch sehr skeptisch besuchte, wurde mir bewusst, dass nicht unbedingt die Prüfungen an sich mein großes Problem sind, sondern die Erwartungen dahinter.

Muss man sich dafür schämen?


Diese Bild wählte ich als ich in dem Seminar eines aussuchen sollte was zu meiner Situation passt. Das fliegen war mir unmöglich.
(Gefunden auf http://www.wattenrat.de)